Raumentzerrung, Lautsprecherentzerrung, Stereoendstufe oder 3-Kanal-Monoblöcke, DSP-gesteuert, digital…

Was will man mehr?!

Die DSP-Aktiv-Verstärker bilden das Kernstück unserer Lautsprechersysteme. In leichter Abwandlung finden Sie hier die 2- oder 3-kanaligen Varianten zur Aktivierung vorhandener Lautsprechersysteme, zur Ansteuerung von passiven Lautsprechern oder zur Integration von Subwoofern in ein bestehendes System.

Ausgestattet sind alle Endstufen mit einem leistungsstarken DSP-Prozessor, der es Ihnen ermöglicht umfangreiche Anpassungen im Frequenzgang auch in Echtzeit vorzunehmen oder über die Frequenzweichenfunktionen Subwoofer perfekt in Ihre bestehende Anlage einzubinden.

 

Was bedeutet das?

Der Lautsprecher sollte optimalerweise das wiedergeben was vom Tonträger kommt. Viele Lautsprecher sind dazu auch durchaus in der Lage. Jedoch interagiert der Lautsprecher auch immer mit dem Raum und auch unterschiedliche Hörentfernungen zum Lautsprecher verändern bereits die klangliche Balance durch Interferenzen im Übernahmebereich der Chassis z.B.

Die in unseren Monoblöcken und Stereoverstärkern eingebauten Prozessoren können auf digitaler Ebene in den Frequenzgang nun dahingehend eingreifen, dass solche Veränderungen wieder rückgängig gemacht werden können. Letztenendes erhalten Sie wieder die tonale Balance, die Sie sich wünschen.

Beispiel am Frequenzgang unserer luDia mit einer Basserweiterung für große Räume

Frequenzgang der luDia im reflexionsarmen Raum gemessen in 2 Meter Abstand, keine Nahfeldmessung im Bass (daher im Bass etwas unruhig, da erste kleine Resonanzen im reflexionsarmen Halbraum mit hineinspielen. Eine weitgehend resonanzfreie Messung erfolgt erst überhalb 120 Hertz), Messung unter 0° auf Höhe des Hochtöners und unter 30° auf Höhe des Hochtöners

 

 

 

 

 

Dasselbe Lautsprecherset am Hörplatz in einem typischen Hörraum gemessen. Hörplatz an der Wand, Lautsprecher an der gegenüberliegenden Wand, Subwoofer etwas zurückversetzt, Säulen etwa 80 cm von der Wand weg

 

 

 

 

 

Nach moderater Korrektur ergibt sich folgender Frequenzgang, der deutlich linearisiert ist und im Bass die Resonanz zwischen 80 und 90 Hertz herausnimmt und diesen etwas nach unten erweitert.

 

 

 

 

 

Das Ergebnis ist ein deutlich differenzierteres Klangbild mit drastisch erhöhtem Detailreichtum, da die Resonanzüberlagerung im Bass nicht mehr dominiert und die Verhältnisse der einzelnen Frequenzbereiche zueinander stimmiger sind.

 

Aber darüberhinaus sind noch viele weitere Anwendungen denkbar. So können freilich auch unabhängig von Korrekturen bestimmte Klangvorstellungen programmiert werden, die weit über das hinausgehen was die oft angebotenen “Bass-” und “Höhenregler” ermöglichen. Schmalbandige Equalizer können so etwa die Überzeichnung von S-Lauten eliminieren oder breitbandiger eingesetzt den Mittenbereich zurücknehmen oder präsenter machen. Vielfach sind Lautsprecher auch rein von der gebotenen Membranfläche in der Lage wesentlich tiefer im Bass zu spielen. Eine einfache Entzerrung im Sinne einer Anhebung im Tiefbassbereich liefert hier Ergebnisse, die weit über das hinausgehen was “Loudness”-Funktionen oder herkömmliche unspezifische Einstellungen am “Bass-Regler” ermöglichen, da die Einsatzbereiche fast nie exakt zu den Lautsprechern passen. Statt also den Tiefbass zu erweitern, blähen solche Regler fast immer an der falschen Stelle den Tiefton auf.

Letztenendes können Sie die Einstellungen in den Endstufen hinterlegen und bis zu 80 davon abspeichern. Das heißt Sie verfügen über 80 virtuelle Lautsprecher aus denen Sie wählen können. Dies geschieht einfach durch simple Betätigung des Drehimpulsgebers auf der Front. Im Menü “Preset” wählen Sie einfach vor dem Musikgenuß z.B. die Entzerrung für späte Stunden mit abgesenktem Basspegel zur Vermeidung von Störung der Nachbarn und angehobenen Höhen, damit Sie auch bei geringen Pegeln alle Details der Musik wahrnehmen wie es sein sollte. Bei Bedienung über die Software und direkter Verbindung per USB oder LAN können bei gruppierten Endstufen die Presets bruchlos umgeschaltet werden. Dies ermöglicht den entspannten A-B-Vergleich zur Bewertung persönlicher Änderungen.

 

Bedienung

Die Bedienung unserer DSP-Endstufen gestaltet sich denkbar einfach. Bei Verwendung zweier Mono-Endstufen bei z.B. 3-Wege Lautsprechern können die Endstufen gruppiert werden und als Einheit angesprochen werden. Sämtliche Einstellungen lassen sich so in einem einzigen Software-Fenster bequem mit Laptop vom Hörplatz aus vornehmen. Die Einstellungen werden direkt verzögerungsfrei umgesetzt und jede Änderung ist sofort hörbar. So können auch umfangreiche Einstellungen bzgl. des persönlichen Geschmackes direkt vom Hörplatz aus erfolgen.

 

Subnotebook / Notebook als zentrale Bedieneinheit

Die Endstufen können per Software permanent mit einem Notebook verbunden bleiben. Die Software bietet hier nicht nur sog. “Echtzeitüberwachung”. Das heißt es werden die aktuellen Pegel an den Eingängen und Ausgängen in Form von Aussteuerungsanzeigen dargestellt. Sämtliche Softwarefunktionen können direkt und jederzeit für eine beliebige Anzahl unserer Endstufen/DSPs über ein einzelnen Softwarefenster verwendet werden.

Das Display kann hier wegfallen und die Anlage gewinnt durch die Ausstattung der Monos mit gebürteten Alu-Fronten mit blauer Status-LED optisch nochmal an Zurückhaltung. Die technischen Möglichkeiten werden so nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

 

Einmessung per Meßkoffer mit Fernwartung über Internet

Zur Einmessung vor Ort stellen wir Ihnen gerne einen Meßkoffer zur Verfügung. Die Bedienung ist denkbar einfach. Nach Anschluss des Mikrofones an das Notebook verbinden Sie dies noch mit Ihren Endstufen. Ein Mausklick im Programm genügt nun um über ein entsprechendes Testsignal den Frequenzgang am Hörplatz angezeigt zu bekommen. Auf dieser Grundlage können Sie dann Korrekturen selbst vornehmen und sogar über eine Dauermessung direkt die Veränderungen verzögerungsfrei am Frequenzgang betrachten.

Sollten Sie sich diese Einstellungen nicht selbst zutrauen so ist eine Ferneinmessung über eine Einmalsitzung per Telephon und Windows-PC mit Internetanbindung schnell und problemlos zu realisieren. Sie können derweil live dabei sein und zusehen was gemacht wird.

 

 

Varianten und mögliche Anwendungen

 

3-Kanal DSP ohne eingebaute Endstufen

Verwendung als Raum-/Frequenzgangkorrektur zwischen Vorverstärker und vorhandenen Endstufen

 

Stereoendstufe mit DSP und 2 Verstärkermodulen

Verwendung wie klassische Stereoendstufe an passiven Lautsprechern, jedoch erweitert um die DSP-Funktionalität, Raumentzerrung, Frequenzganganpassungen, etc.

Möglichkeit der Integration eines aktiven Subwoofers über den 3. DSP-Kanal ausgeführt als Vorverstärkerausgang

 

Stereoendstufe mit 3-Kanal-DSP und 3 Verstärkermodulen

Verwendung wie oben, jedoch um die Möglichkeit erweitert einen passiven Subwoofer mit anzusteuern

 

Monoendstufen mit 3-Kanal-DSP und 2 oder 3 Verstärkermodulen

Verwendung zur Vollaktivierung von 2-Wege- (plus Möglichkeit für Subwooferansteuerung, aktiv oder passiv) oder 3-Wege Lautsprechern.

Die Aktivierung Ihrer Lautsprecher übernehmen wir gerne für Sie!

 

Abbildungen:

 

Frontansicht. Display zur Anzeige der gewählten Voreinstellung. Drehimpulsgeber zur Eingabe aller wesentlichen DSP-Einstellungen. Beleuchtete Drucktasten zur Menünavigation

 

 

 

Rückansicht: Spezifischer mehrpoliger Anschluss bei Variante zur Aktivierung von 2- oder 3-Wege Lautsprechern. In Standardausführung der Endstufen ersetzt durch massive Schraubanschlüsse in vergoldeter Ausführung. Vorverstärkerausgänge der 3 DSP-Kanäle sind immer vorhanden. Netzwerkanschluss und USB-Anschluss zu Ansteuerung der DSP-Funktionen über die mitgelieferte Software

Dezentere Optik mit Logo in Frontplatten Eloxalfarbe.

Stereovariante zur Ansteuerung von passiven Satelliten und Einbindung eines Subwoofers.
Rückansicht der Stereovariante ohne spezifischen 8-pol. Stecker.
Die soliden Schraubklemmen stellen Kontakt zu allen handelsüblichen Passivlautsprechern her.

 

Technische Daten:

Abmessungen HxBxT (mm):

  • DSP mit Endstufen: 80x230x280
  • DSP ohne Endstufen: 80x230x230

 

Eingänge:

  • XLR Mono / Stereo, intern per Software Eingangskanalzuweisung auf Ausgangskanal, auch anteilige Mischung möglich)
  • Cinch Mono / Stereo
  • 12 Volt Ferneinschaltung, abschaltbar
  • Netzwerkanschluss
  • USB-Anschluss (keine Wiedergabe von Medien über USB)
  • 230 Volt Netzanschluss, Kaltgerätebuchse

 

Ausgänge:

  • massive vergoldete Schraubklemmen zum Anschluss der Lautsprecher
  • auf Wunsch 8 pol. Speakon zur Direktansteuerung von 2- oder 3-Wegelautsprechern
  • bei 8 pol. Speakon und Monoblöcken Spannung für Lautsprecher-LED-Betriebsanzeige

 

DSP:

  • Interne Verarbeitung: 96 kHz
  • Frequenzgang (-1dB): 10 Hz – 40 kHz
  • Netzwerkanschluss
  • 80 Presets speicherbar, abrufbar über Drehimpulsgeber am Display
  • DSP-Funktionen für Anwender verfügbar:
    10 EQs pro Eingang (2 Eingänge), 10 EQs pro Ausgang (3 Ausgänge): Bell, Notch, High Shelf, Low Shelf, Band Pass, AllPass
  • Alle Einstellungen per Software über USB-Anschluss (adapterfrei) oder über Drehimpulsgeber auf Front
  • Funktionen sperrbar
  • Limiter
  • Delay
  • Display dimmen/aus/verzögert aus (Display wird bei Drücken der Bedienelemente wieder aktiviert)
  • Gerätename im Display und Presets frei bezeichenbar (z.B. “Jochens Box”, “3-Wege”)

 

Gehäuse:

  • Mit Display Front 6mm Alu eloxiert, Farbe schwarz oder silber, auf Wunsch chromatiert u. andere
  • Ohne Display Front 10mm Alu gebürstet, eloxiert, Farbe schwarz oder silber, sichtbare Verschraubung der Front
  • Bodenplatte u. Abdeckung, Alu eloxiert, gebürstet, schwarz
  • Abdeckung (Deckel) auf Wunsch in Alu 6mm mit oder ohne Schriftzug
  • Rückplatte, Alu eloxiert, silbern
  • Drehimpulsgeber wahlweise Acryl, matt oder Alu eloxiert in Kegelform
  • Schriftzug auf Front in verschiedenen Kontrastfarben oder keine Farbe, auf Wunsch Entfall des Schriftzuges
  • Entfall der Displayeinheit bei bevorzugter Bedienung über PC per USB oder LAN